Wirtschaftsförderung des Kreises stärkt Existenzgründerinnen
26.04.2012
Orientierungsseminar für angehende Unternehmerinnen
„Existenzgründung – ist das was für mich?“
Montag, 07. Mai bis Freitag, 11. Mai 2012
kostenloses Schnupperseminar für Existenzgründerinnen
Bündnis für Familie
Eine Initiative des
Oberbergischen Kreises
Ein Standort, der sich für Familien und Unternehmen lohnt.


Oberbergischer Kreis als familienfreundlicher Arbeitgeber ausgezeichnet
25.11.2008
Oberbergischer Kreis. "Wir behaupten nicht nur, dass Oberberg ein
familienfreundlicher Kreis ist, sondern wir füllen solche Aussagen auch mit
Inhalt", freut sich Landrat Hagen Jobi über die erfolgreiche Re-Auditierung
der Kreisverwaltung. Die Hertie Stiftung hat am gestrigen Montag
entschieden, dass der Oberbergische Kreis das Siegel "audit berufundfamilie"
für weitere drei Jahre führen darf. "Die Bedarfsgerechtigkeit und die
Vielfalt an Möglichkeiten, Beruf und Familie bei der Kreisverwaltung
miteinander zu vereinbaren, ist in den vergangenen drei Jahren bewusst und
glaubwürdig vorangetrieben geworden", begründet Auditorin Sabine Lehmann die
Entscheidung der Hertie Stiftung. Familienfreundlichkeit sei in der
Kreisverwaltung gelebte Kultur.
"Familienbewusstes Handeln ist ein Magnet für Arbeitnehmer", sagt Landrat
Jobi. So zieht es die Beschäftigten der Kreisverwaltung nach ihrer
Elternzeit immer früher zurück an den Arbeitsplatz. "Mittlerweile kann man
schon mit weniger als zehn Stunden pro Woche wieder in den Dienst
einsteigen", ergänzt Personaldezernent Jochen Hagt. Das erleichtere Eltern
den Einstieg, und die Kreisverwaltung könne frühzeitig wieder das Know-how
der Beschäftigten nutzen. "Beim Oberbergischen Kreis sticht heraus, dass man
sich um individuelle Lösungen für jeden einzelnen bemüht", lobt Auditorin
Lehmann die Vielfalt an Arbeitszeitmodellen.

Freude über die Re-Auditierung: Auditorin Sabine Lehmann überreichte
Personaldezernent Jochen Hagt die Bestätigung der Hertie Stiftung, während
Landrat Hagen Jobi sich mit Mitarbeiterin Silke Schmidt und ihrem Sohn Sören
über die familienfreundlichen Arbeitsbedingungen bei der Kreisverwaltung
freut.
Fortbildungen für potenzielle Führungskräfte, Mitarbeitergespräche und
interne Gesundheitsförderung tragen zur Motivation der Beschäftigten und
Bindung an die Kreisverwaltung bei. Innerhalb der vergangenen drei Jahre hat
die Kreisverwaltung die Möglichkeit, vom Telearbeitsplatz zu Hause zu
arbeiten, deutlich ausgebaut. 2005 gab es sieben Telearbeitsplätze, heute
sind es 17. "Dabei gibt es natürlich Einschränkungen", erklärt Hagt. "In
Ämtern mit hohem Publikumsaufkommen wie zum Beispiel im Straßenverkehrsamt
lässt sich Telearbeit nicht so einfach realisieren."
Der jährliche Familientag hat sich etabliert und findet mit jedem weiteren
Jahr seines Bestehens mehr interessierte Kinder, die den Arbeitsplatz ihrer
Eltern näher kennen lernen möchten. Parallel zum Familientag werden Väter
und Mütter in Elternzeit über ihre Möglichkeiten, wieder in den Beruf
einzusteigen, informiert.
Für die kommenden drei Jahre soll nach Aussage des Landrates ein weiterer
Schwerpunkt auf die Unterstützung der Mitarbeiter gesetzt werden, die zu
Hause Familienangehörige pflegen. "Unsere eigenen Fachleute für das Thema
Pflege könnten Infoveranstaltungen und praxisorientierte Trainings
anbieten." Außerdem werde die Kreisverwaltung mit anderen Unternehmen im
Kreisgebiet zusammenarbeiten, die eine familienbewusste Personalpolitik
betreiben oder ausbauen möchten. "Einen Erfahrungsaustausch pflegen wir
bereits", berichtet Hagt. Geplant sei Anfang kommenden Jahres bei einem
Unternehmertag andere Arbeitgeber für die Vorteile einer
familienfreundlichen Unternehmenskultur zu begeistern. "Familienbewusstes
Handel ist ein Standortfaktor", betont Landrat Jobi.
Neu ist auch die Idee, für ein oder zwei Auszubildende Teilzeitplätze
anzubieten. "Für Kaufleute Bürokommunikation werden wir in Zusammenarbeit
mit der ARGE erstmals Teilzeitarbeitsplätze anbieten", kündigt der
Personaldezernent an. "Das ist ein hervorragendes und noch relativ junges
Instrument zur Unterstützung von Erwerbstätigkeit - gerade für
Alleinerziehende. Daran trauen sich nicht viele Unternehmen", freut sich
Sabine Lehmann über den Mut der Kreisverwaltung. Hagt betont: "Eins der
wichtigsten Ziele des ,audit berufundfamilie' ist, für die Kreisverwaltung
qualifiziertes Personal zu gewinnen und zu halten."
