Wirtschaftsförderung des Kreises stärkt Existenzgründerinnen
26.04.2012
Orientierungsseminar für angehende Unternehmerinnen
„Existenzgründung – ist das was für mich?“
Montag, 07. Mai bis Freitag, 11. Mai 2012
kostenloses Schnupperseminar für Existenzgründerinnen
Bündnis für Familie
Eine Initiative des
Oberbergischen Kreises
Ein Standort, der sich für Familien und Unternehmen lohnt.


Familienfreundlichkeit der Kommunen im Blick
Übergreifende Verwaltungsstrukturen allein reichen nicht aus – für die Familienfreundlichkeit einer Kommune sind außerdem ausreichende Ressourcen und verbindliche Ziele erforderlich, deren Erreichung anhand fester Kriterien überprüft werden kann. Dieses Fazit zogen 27 kommunale Fachleute, die am 24. April zu einem Workshop des IQZ zusammengekommen waren, aus der Diskussion über das Thema "Familienfreundlichkeit von Kommunen".

Dr. Friedhelm Ortlieb, Soziologe Oberbergischer Kreis und Birgit Steuer Wirtschaftsförderung und Leitung Oberbergisches Bündnis für Familie (Mitte) im landesweiten Werkstattgespräch
Übergreifende Verwaltungsstrukturen allein reichen nicht aus – für die Familienfreundlichkeit einer Kommune sind außerdem ausreichende Ressourcen und verbindliche Ziele erforderlich, deren Erreichung anhand fester Kriterien überprüft werden kann. Dieses Fazit zogen 27 kommunale Fachleute, die am 24. April zu einem Workshop des IQZ zusammengekommen waren, aus der Diskussion über das Thema "Familienfreundlichkeit von Kommunen".

Verwaltungsexperte Prof. Dr. Jörg Bogumil: "Die beste Lösung ist ein Amt für Familienpolitik."
Den Workshop eröffnete Prof. Dr. Jörg Bogumil von der Ruhr-Universität Bochum mit einem Aufriss denkbarer Verwaltungsmodelle für den Bereich der Familienpolitik. In einer Rangfolge von „stark“ nach „schwach“ unterschied Bogumil ein „Amt für kommunale Familienpolitik“ von „Stabsstellen“, Strategien der „Federführung“ oder „Projektorganisation“, „Koordinationsgremien“ und „Horizontale Zentralisierung einer Querschnittsaufgabe“. Das IQZ will diese Modelle künftig auf familie-in-nrw.de näher vorstellen. Die anschließende Diskussion zeigte, dass es in nordrhein-westfälischen Kommunen bereits Mischformen dieser Idealtypen gibt.
Thomas Frings, Abteilungsleiter „Besondere soziale Dienste“ der Stadt Gelsenkirchen, stellte im Anschluss praktische Erfahrungen aus der strukturellen Umsetzung des Themas „Familienfreundlichkeit“ in Gelsenkirchen vor. So riet er gleich am Beginn seines Vortrages dazu, nicht irgendein Verwaltungsmodell einer anderen Kommune zu übernehmen sondern dessen Passung zu überprüfen. Gute Erfahrungen mache man in Gelsenkirchen mit „Spielestunden in Haushalten“. Diese schafften laut Frings unkomplizierte Kontakte zwischen Behörden und Familien. Für Planungsprozesse empfehle sich beispielsweise eine Kooperation mit Wohnungsgesellschaften: Gemeinsame Mieterbefragungen seien eine preisgünstige Methode um an relevantes Datenmaterial zu gelangen.
In der abschließenden Denkwerkstatt analysierten die Teilnehmenden des Workshops die Familienfreundlichkeit ihrer Kommune und tauschten Erfahrungen aus.
