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26.04.2012
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Familienfreundlichkeit der Kommunen im Blick

20.11.2008
Übergreifende Verwaltungsstrukturen allein reichen  nicht aus – für die Familienfreundlichkeit einer Kommune sind außerdem  ausreichende Ressourcen und verbindliche Ziele erforderlich, deren  Erreichung anhand fester Kriterien überprüft werden kann. Dieses Fazit zogen  27 kommunale Fachleute, die am 24. April zu einem Workshop des IQZ  zusammengekommen waren, aus der Diskussion über das Thema  "Familienfreundlichkeit von Kommunen".

Aktuelles Werkstattgespräch

Dr. Friedhelm Ortlieb, Soziologe Oberbergischer Kreis und Birgit Steuer Wirtschaftsförderung und Leitung Oberbergisches Bündnis für Familie (Mitte) im landesweiten Werkstattgespräch

 

Übergreifende Verwaltungsstrukturen allein reichen  nicht aus – für die Familienfreundlichkeit einer Kommune sind außerdem  ausreichende Ressourcen und verbindliche Ziele erforderlich, deren  Erreichung anhand fester Kriterien überprüft werden kann. Dieses Fazit zogen  27 kommunale Fachleute, die am 24. April zu einem Workshop des IQZ  zusammengekommen waren, aus der Diskussion über das Thema  "Familienfreundlichkeit von Kommunen". 
 
Aktuelles Werkstattgespräch Bild 2
Verwaltungsexperte Prof. Dr. Jörg Bogumil: "Die  beste Lösung ist ein Amt für Familienpolitik." 
 
Den Workshop eröffnete Prof. Dr. Jörg Bogumil von  der Ruhr-Universität Bochum mit einem Aufriss denkbarer Verwaltungsmodelle  für den Bereich der Familienpolitik. In einer Rangfolge von „stark“ nach  „schwach“ unterschied Bogumil ein „Amt für kommunale Familienpolitik“ von  „Stabsstellen“, Strategien der „Federführung“ oder „Projektorganisation“,  „Koordinationsgremien“ und „Horizontale Zentralisierung einer  Querschnittsaufgabe“. Das IQZ will diese Modelle künftig auf  familie-in-nrw.de näher vorstellen. Die anschließende Diskussion zeigte,  dass es in nordrhein-westfälischen Kommunen bereits Mischformen dieser  Idealtypen gibt.

Thomas Frings, Abteilungsleiter „Besondere soziale  Dienste“ der Stadt Gelsenkirchen, stellte im Anschluss praktische  Erfahrungen aus der strukturellen Umsetzung des Themas  „Familienfreundlichkeit“ in Gelsenkirchen vor. So riet er gleich am Beginn  seines Vortrages dazu, nicht irgendein Verwaltungsmodell einer anderen  Kommune zu übernehmen sondern dessen Passung zu überprüfen. Gute Erfahrungen  mache man in Gelsenkirchen mit „Spielestunden in Haushalten“. Diese  schafften laut Frings unkomplizierte Kontakte zwischen Behörden und  Familien. Für Planungsprozesse empfehle sich beispielsweise eine Kooperation  mit Wohnungsgesellschaften: Gemeinsame Mieterbefragungen seien eine  preisgünstige Methode um an relevantes Datenmaterial zu gelangen.

In  der abschließenden Denkwerkstatt analysierten die Teilnehmenden des  Workshops die Familienfreundlichkeit ihrer Kommune und tauschten Erfahrungen  aus.



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