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Weitblick

Weitblick - Werden Sie Standortlotse

Bündnis für Familie

Eine Initiative des
Oberbergischen Kreises
Ein Standort, der sich für Familien und Unternehmen lohnt.
Wirtschaftsstandort Oberberg

Lokale Bündnisse

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Projektinformationen


Weitblick klein

High-Tech und Innovation im Grünen – so lautet die griffige Selbstbeschreibung auf der Internetseite der Oberbergischen Kreisverwaltung. Das klingt selbstbewusst, aber auch verheißungsvoll für ein Projekt, das unter der Federführung des Oberbergischen Bündnisses für Familie in enger Zusammenarbeit mit der hiesigen Wirtschaftsförderung steht. Doch der Reihe nach:

 

Seit neun Jahren existiert die Freiwilligenagentur in der Kreisstadt Gummersbach, seit zwei Jahren gibt es im Oberbergischen Kreis ein „Lokales Bündnis für Familie“ unter der Federführung der Kreisverwaltung..Insbesondere wurde der Bedarf erkannt, Schwangere und sehr junge Mütter bei Antragstellungen oder beim Organisieren von Kinderbetreuung zu unterstützen. Alleinerziehenden fehlt zudem oft die familiäre Rückbindung vor Ort. Auch aus anderen Behördenbereichen gab es Hinweise darauf, dass Bürger/innen beim Stellen von Anträgen an ihre Grenzen stoßen, oft Ältere, Personen in besonderen Lebenslagen (Krankheit, Arbeitslosigkeit) – aber nicht nur diese. Hier Hilfen anzubieten, war die Motivation, die schließlich zur Erstellung eines Konzepts für Freiwilligendienste aller Generationen und letztlich zur Auszeichnung „Leuchtturmprojekt“ führte.

 

Nun kann mit der Umsetzung begonnen werden und die sieht vor, dass in 13 Städten und Gemeinden des Kreises Freiwilligenbörsen eingerichtet und Freiwillige gefunden werden. Hilfen und Beratung für Schwangere und junge Mütter unter 18 Jahren sollen v.a. von Frauen in der mittleren und nachberuflichen Lebensphase angeboten werden, während die Hilfen für sonstige Antragsteller/innen hauptsächlich auf der Mitwirkung (pensionierter) Personen des öffentlichen Dienstes oder ähnlich Erfahrener beruht. Verwaltungserfahren können Sie im Umgang mit Behörden helfen, egal ob es sich um einen Schwerbehindertenausweis, um Pflege-, Kinder-, Eltern- oder Arbeitslosengeld handelt.

 

58 Freiwillige sollen für die Startbesetzung des Projekts gewonnen werden: 26 MultiplikatorInnen für 13 Kommunen, 16 Assistentinnen für Schwangere und junge Mütter und 16 Assistentinnen und Assistenten bei Behördenangelegenheiten. Nach und nach ist eine Steigerung der Freiwilligenzahl um mindestens 65 weitere, also fünf Freiwillige pro Stützpunkt, geplant, die in weiteren denkbaren Bereichen tätig sind, wie etwa die Altenhilfe, Fahrdienste oder Museumsdienste.

 

 

Die Detailarbeit der Projektpartner besteht aus zehn Komponenten:

 

Am Anfang steht die Erhebung der bestehenden Hilfsangebote im Kreis. Anschließend sollen von einer Expertengruppe weitere benötigte Hilfen benannt werden. Auf einer Fachtagung für die bereits tätigen Initiativen will die Kreisverwaltung besonders für den Netzwerkgedanken werben. Danach sollen 13 Kommunen für die Einrichtung einer Freiwilligenbörse gewonnen werden. Der dann folgende Ausbau des Netzwerks wird durch qualifizierte MultiplikatorInnen vor Ort vorangetrieben, und die Bürgerinnen und Bürger werden durch die Einrichtung von Zukunftswerkstätten an der Ideenfindung beteiligt. Potentielle Freiwillige werden durch spezielle Beiträge in Zeitungen, spezielle Veranstaltungen oder durch gezielte persönliche Ansprache für die neuen Freiwilligendienste aller Generationen gewonnen. Deren Ausbildung umfasst folgende Module: Selbstverständnis und Aspekte des Engagements von Freiwilligen, Funktionen einer Behörde, Vertiefung des Grundlagenwissens je nach Einsatzfeld, zielgruppenspezifisches Wissen, Methodik und Didaktik, Öffentlichkeitsarbeit und Sponsorensuche, Freiwilligenakquise und Netzwerkarbeit. Im Zuge der Qualifizierung werden sie mit hauptamtlich Tätigen (z.B. Angestellte und Beamte/Beamtinnen der Behörden) zusammengeführt. Zum Aufbau der neuen Freiwilligendienste gehören aber auch technische Aspekte: so soll die bereits bestehende Internetplattform von „Lokale Bündnisse für Familien“ um eine Freiwilligen-Plattform erweitert, die Freiwilligen für die inhaltliche Pflege dieser Plattform geschult, und eine Datenbank eingerichtet werden. Die Startinvestitionen und der Aufbau der wesentlichen Strukturen durch Honorarkräfte, die Investitionen – also die Ausstattung der Anlaufstellen, Erweiterung der Internetplattform, Qualifizierungskurse und Schulungen, das Erstellen von Informationsmaterial und das Schalten von Anzeigen - kann von den Fördermitteln bestritten werden. Langfristig möchte man eine Förderung durch die Unternehmen erreichen, zu denen bereits im Rahmen von „Lokale Bündnisse für Familien“ Kontakt besteht.

 

Die Partner der Projektinitiatoren sind z.T. unmittelbar in der Kreisverwaltung zu finden – etwa die Sozialen Dienste oder die Gleichstellungsbeauftragte des Kreises. Daneben können sie sich auch auf die Mithilfe der Familienbildungsstätte, der Freiwilligenbörse Gummersbach, des Mehrgenerationenhauses und der 13 Städte und Gemeinden stützen. Diese Projektpartner sollen zu einer Steuerungsgruppe zusammengefasst werden.

 

Professionell und durchdacht, wie sich das Konzept präsentiert, vergisst es nicht die Wertschätzung für die Freiwilligen. So ist ein Tagesausflug für Freiwillige geplant – als Dank für die geleistete Hilfe. Doch letztlich wird es nicht die Fahrt auf dem Rhein sein, die Freiwillige von der Mitarbeit überzeugt, sondern die Möglichkeit, Erfahrungen weiterzugeben, sich einbringen zu können und zu wissen, dass das Projekt gut organisiert ist. „Weitblick“ ist ein selbstbewusster Projektname – zu Recht.

 



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